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Papierlexikon
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A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W
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A
Absolute Feuchtigkeit
Die Wassermenge im Papier, gemessen in Gewichtsprozent.

Alterungsbeständigkeit
Folgende Faktoren zeichnen ein Papier als alterungsbeständig aus:

- Natur- oder Streichrohpapier, zu 100% aus gebleichtem Zellstoff hergestellt
- ph-Wert von 7,5–9
- ein Calciumcarbonat-Anteil von mind. 3%
 
Festgelegt wurden diese Richtlinien in der DIN-ISO 6738. Sie beinhalten die Merkmale, die Papier und Karton erfüllen müssen, um der geforderten Lebensdauerklasse (LDK) zu entsprechen. Diese Norm findet ihre Anwendung für Papier und Kartons, die z. B. als Schriftstücke und Bücher auch nach längerer Lagerzeit noch nutzbar sein müssen.

Die Klassifizierung der LDK:
- LDK 24–85 Diese Lebensdauerklasse erfüllt allerhöchste Ansprüche
- LDK 12–80 mehrere 100 Jahre
- LDK 6–70 mind. 100 Jahre
- LDK 6–40 mind. 50 Jahre

Eine weitere Norm für alterungsbeständiges Papier ist die DIN-ISO 9706, die - neben bestimmten Festigkeitswerten, die mehr für die Verarbeitung des Papiers als für seine Alterungsbeständigkeit von Bedeutung sind - folgende Kriterien als entscheidend für die Alterungsbeständigkeit herausstellt:

-Herstellung des Papiers im neutralen bzw. alkalischen Bereich,
- der damit verbundene vollständige Verzicht auf Alaun und andere Substanzen,
- der nur bei dieser Fahrweise mögliche Einsatz einer milden alkalischen Puffersubstanz (Calciumcarbonat) als Füllstoff,
- Verzicht auf verholzte Faser (Lignin)

Altpapier
Stellt mengenmäßig in der Papierproduktion den wichtigsten Rohstoff dar. Es ist jedoch nicht in allen Sparten der Papierherstellung einsetzbar. Altpapier ist nicht der einzige Rohstoff in der Papier- und Pappenherstellung. Die Qualität der Fasern verschlechtert sich bei jedem Einsatz, so dass ein Minimum an Frischfasern zugefügt werden muss, um einen „Recycling-Kollaps“ zu vermeiden.

AOX
International gebräuchliche Maßeinheit, um die Abwasserbelastung mit Chlorwasserstoff verschiedener Zellstoff-Fabriken miteinander vergleichen zu können. Der AOX-Wert bildet die Grundlage für die Einteilung in „chlorfrei“, „chlorarm“ und „chlorgebleicht“.

Ausrüstung
Die Weiterverarbeitung des Papiers im Lieferwerk, z. B. Schneiden, Einriesen, Verpacken.

Ausschuss
Papier, das durch Fehler oder Randabschnitte in der Papierproduktion aussortiert wurde. Es kann zur Herstellung von „guter Ware“ der Produktion wieder zugeführt werden.

B

Bahnbreite
Papier wird überwiegend in „endloser, maschinenbreiter“ Bahn gefertigt. Aus diesen Rollen werden Bogenformate „schmal“ und „breit“ geschnitten.

Blatt
Bezeichnet alle ungefalzten Formate kleiner als DIN A3. Für Formate darüber spricht man von „Bogen“.

Blattformation
Eine gleichmäßige Faserverteilung im Blatt bzw. bei Durchsicht bedeutet eine schöne Blattformation.

Blauer Engel
Umweltzeichen des Umweltbundesamtes. Diese Produkte müssen aus 100% Altpapier am Faserstoffeinsatz bestehen. Die Recyclingpapiere müssen mindestens 51% Altpapier der unteren, mittleren und krafthaltigen Altpapiersorten (Gruppen I, II, IV, V) enthalten.

Bleeding
Ist das Ineinanderfließen unterschiedlicher nebeneinander liegender Farben im Inkjet-Verfahren.

Bleedingtest

Aus jeder zu testenden Rolle wird ein A4-Blatt geschnitten und auf einem Tintenstrahldrucker bedruckt. Dabei wird ein Testbild mit nebeneinander liegenden Farbflächen verwendet. Beurteilt wird das Ineinanderlaufen der verschiedenen Tinten.

Bleichen
Da der Zellstoff nach dem chemischen Aufschluss eine gelbliche bis braune Färbung hat, werden die Faserstoffe in verschiedenen Verfahren gebleicht. Das Resultat: weißes Papier.

Bogen
Papier im Format ab A3.

Breitbahn
Bezeichnung für die Hauptfaserrichtung. Die kurze Kante des Blattes verläuft parallel zur Maschinenrichtung (Schreibweise: 297 x 420 mm BB oder DIN A3 BB).

Buntpapiere
Buntpapiere werden nachträglich durch Färben und Mustern (meist künstlerisch-manuell) hergestellt (nicht zu verwechseln mit farbigen Papieren).

C

Chlorbleiche
Elementarchlor wird zur Entfernung von Lignin bei der Zellstoffherstellung und Bleichung verwendet. Lignin macht Papier unter Sauerstoffeinwirkung brüchig und lässt es vergilben. Die Abwässer aus der Chlorbleiche können allerdings nur unzureichend gereinigt werden und belasten damit die Gewässer. Aus diesem Grund werden bereits chlorfreie alternative Bleichverfahren praktiziert. Sie stellen keine Umweltbelastung dar.

Chlorfreie
Papiere Bezeichnet den Bleichvorgang bei der Faserstoffherstellung. Papier, das aus Zellstoff hergestellt wurde, der ohne Elementarchlor oder Chlorverbindungen gebleicht wurde, bezeichnet man als chlorfreies Papier. Am gebräuchlichsten sind heute Sauerstoff und Wasserstoffperoxid. Als „chlorarm“ bezeichnet man Papiere, deren Faserbleiche die Abwasserbelastung reduziert. Der verwendete Zellstoff wird dabei häufig ohne Chlorgas (Elementarchlor) und stattdessen mit Chlordioxid gebleicht.

CIE CIE
(Commision International de l’Eclairage) ist ein Normfarbsystem zur Farbwertmessung (z.B. Weißegrad).

CTMP
Chemi-thermomechanical pulp. Ein aus Holz gewonnener Rohstoff, der chemisch, thermisch und mechanisch aufbereitet wird. Die Ausbeute beträgt dann 95 % (ähnlich wie Holzschliff). Der so entstandene Rohstoff wird nicht gebleicht, sondern in seiner gelblichen Färbung weiterverarbeitet.

D

De-Inking
Um auch bei Recycling-Papieren einen höheren Weißegrad zu erzeugen, müssen aus den eingesetzten Altpapieren die Druckfarben entfernt werden. Sie werden mittels Seifenlaugen und Druckluft gelöst und abgeschöpft. Der Faserbrei aus Altpapier kann zusätzlich gebleicht werden. Der Abfall aus Füllstoffen, Streichmitteln und Druckfarben wird umweltgerecht entsorgt.

Digitaler Druck
Druckverfahren, das ausschließlich auf elektronischem Weg über Computertechnologie funktioniert, ohne eine konventionelle Druckvorstufe zu verwenden. Die Daten werden digital zur Druckeinheit übertragen.

DIN 6738
In dieser Norm wird die Lebensdauer von Papier und Karton (40 bis 400 g/m2) bei langjähriger Lagerung in nicht klimatisierten Räumen klassifiziert. Papiere mit der Lebensdauerklasse 24–85 dürfen alterungsbeständig genannt werden. Papiere der LDK 12–80 können bei schonender Lagerung und Handhabung einige hundert Jahre aufbewahrt werden, die LDK 6–70 steht für eine Haltbarkeit von mindestens 100 Jahren. Papiere der LDK 6–40 können schonend mindestens 50 Jahre gelagert werden.

DIN ISO 9706
Der Zweck dieser internationalen Norm ist es, eine Methode zur Verfügung zu stellen, die es gestattet, Papier (nicht Pappe) zu spezifizieren und identifizieren, welches nach dem heutigen Kenntnisstand einen hohen Grad an Dauerhaftigkeit aufweist und gleichzeitig keine oder nur geringe Änderungen in den Eigenschaften zeigt, welche einen Einfluss auf die Lesbarkeit oder Handhabbarkeit haben, wenn dieses über einen langen Zeitraum in einer geschützten Umgebung aufbewahrt wird.

DIN-Papierformate
Deutsche Industrie Normen.
Drei Grundforderungen sind bei der Normung der Papierformate zu erfüllen:

- Urformat = Rechteck von 1 m2 Größe.
- Jedes benachbarte Format muss sich durch Halbieren oder Verdoppeln ergeben.
- Jedes Format muss dem anderen in geometrischem Sinne „ähnlich“ sein.

Aus der Formel „Länge : Breite = SQRT(2) : 1“ ergab sich für die Urgröße DIN A0 die Abmessung 84,1 x 118,9 cm (ca. 10.000 cm2). Die daraus abgeleiteten Formate DIN A1, DIN A2, DIN A3, DIN A4 usw. werden noch durch die Reihen DIN D…, DIN C… und DIN E… (für Papierfertigprodukte wie Briefhüllen, Aktendeckel, usw.) ergänzt.

DIP(Deinked pulp)
De-Inking dient zur Abtrennung von Druckfarben aus bedrucktem Altpapier, so dass der wiedergewonnene „de-inkte“ Altpapierstoff zu hellen und weißen Papiererzeugnissen verarbeitet werden kann. Den nach dem De-Inking entstandenen Altpapierstoff bezeichnet man als DIP.

Druckpapier
Alle Papiere, egal ob gestrichen oder ungestrichen (Naturpapier), die zum Bedrucken geeignet sind. Sie müssen sich in den verschiedenen Druckverfahren störungsfrei verarbeiten lassen.

Duplexkopien
Zweite Seite von beidseitig kopierten Blättern.

E

ECF
 „Elementarchlorfrei“, d. h. die Zellstoffe zur Herstellung des Papiers sind ohne Verwendung von Elementarchlor gebleicht worden.

Endlospapier
Rollen-Druckpapier für Endlos-Druckmaschinen zwischen 40–80 g/m2, meist holzfrei, aber auch Papiere mit unterschiedlich hohen Anteilen an Sekundärfasern.

F

Falz
Ein Falz entsteht durch Spannung auf der Oberfläche der äußeren Seite, bei gleichzeitiger Stauchung der inneren Seite. Es sollte bereits bei der Konzeption einer Drucksache darauf geachtet werden, dass der Falz nicht durch die bedruckten Stellen verläuft.
Bei Papieren mit höherer Grammatur wird ein vorheriges „Rillen“ empfohlen, um Falzbruch zu vermeiden. Die Feuchtigkeit und Laufrichtung des Papiers spielt eine entscheidende Rolle.

Farbort
Eindruck eines Betrachters vom Weißegrad des Papiers. Dieser kann bläulich, rötlich, grünlich oder gelblich sein. Der Farbort ist eine messtechnische Größe. Papiere können unterschiedlich wirken, obwohl sie den gleichen messtechnischen Weißegrad haben.

Farbstoffe
Werden der Papiermasse zugesetzt, um ihr eine durchgehende Färbung zu geben. Die Farbstoffe können auch beim Streichen (gestrichene Papiere) und in der Leimpresse (Oberflächenfärbung) zugegeben werden. Das Papier ist dann nur auf der gestrichenen Seite gefärbt.

Faserstoffe
Faserstoffe sind die wichtigsten Rohstoffe in der Papierherstellung. Neben Frischfasern (Holzschliff, Zellstoff) und Sekundärfasern (Altpapier) können auch andere Faserstoffe wie Hadern, Algen, Stroh oder Hanf verwendet werden.

Festigkeit
Die Festigkeitswerte des Papiers hängen vom eingesetzten Rohstoff und dem Flächengewicht ab. Sie lassen sich z. B. hinsichtlich Zugfestigkeit (= Reißlänge) und Falzfestigkeit in entsprechenden Prüfgeräten messen.

Flächengewicht
Unterscheidungsmerkmal für viele „Papier-Stärken“. Es gilt das jeweilige Gewicht für jeweils 1 Quadratmeter (= g/m2)

- 7 g/m2–150 g/m2 = Papier
- 150 g/m2–600 g/m2 = Karton
- über 600 g/m2 = Pappe

Flotations-Verfahren
Mittels dieses Verfahrens wird die Druckfarbe aus Altpapier gelöst.

Folio
Papiere im US-Kopierformat 210 x 330 mm oder im Überformatbereich werden mit dem Sammelbegriff Folio bezeichnet.

Überformatpapiere:

- Halbformat 2.000–3.500 cm2
- Großformate über 3.500 cm2

Formation
Mit Hilfe von hindurchgeschicktem Licht können die Struktur und der Einheitlichkeitsgrad der Faserverteilung gemessen werden. Allgemein spricht man auch von der Durchsicht des Papiers.

Frischfaserstoff
Auch Primärfaserstoff genannt. Frischfasern aus pflanzlichen Rohstoffen zur Herstellung von Neupapieren. Sie werden mechanisch (Holzschliff) oder durch chemische Aufbereitung (Zellstoff) gewonnen.

FSC (Forest Stewardship Council)
Das FSC-Siegel kennzeichnet Holz und Holzprodukte aus verantwortlicher Waldbewirtschaftung. Die Kennzeichnung^beruht auf zehn international verbindlichen Prinzipien und Kriterien, die Ökologie, soziale Belange und ökonomische Ansprüche gleichermaßen berücksichtigen. Dazu gehören: die Einhaltung aller gültigen Gesetze, Erhalt naturnaher Wälder, der biologischen Vielfalt und wertvoller Biotope, Verbot gentechnisch veränderter Pflanzen, effiziente und zukunftsfähige Nutzung der verschiedenen Waldfunktionen, Sicherung traditioneller Nutzungsrechte von Ureinwohnern, Einbindung lokaler Bevölkerungsgruppen und die Einhaltung des Arbeitsrechts, die Erstellung und Einhaltung verbindlicher Betriebspläne, Überwachung der Bewirtschaftung der Wälder. Ziel der Kennzeichnung ist die Förderung einer umweltverantwortlichen, sozial verträglichen und ökonomisch tragfähigen Bewirtschaftung der Wälder. Das Holz muss umweltschonend aus dem Wald geholt werden. Darüber hinaus müssen die Arbeitsbedingungen sozial verträglich gestaltet sein.

G

Geräteabnutzung
Vorzeitiger Verschleiß von Geräteteilen verursacht durch Staub, Ablagerungen von Papierbestandteilen oder abrasive (schleifende) Bestandteile.

Gestrichene Papiere
Um eine geschlossene Oberfläche und damit eine noch bessere Bedruckbarkeit zu erzielen, wird eine Streichmasse auf so genannte Streichrohpapiere aufgebracht und in vorgegebener Strichstärke gleichmäßig verteilt. Durch dieses Streichverfahren wird die Oberfläche eines Papiers veredelt.
Dazu gibt es verschiedene Verfahren: China-Clay, Kreide, Kasein und Kunststoffdispersion. Einseitig (= Chromopapier) und beidseitig gestrichene matt-, halbmatt-, glänzendgestrichene und die innerhalb und außerhalb der Papiermaschine gestrichenen Sorten bilden die große Gruppe der Bilderdruck- und
Kunstdruckpapiere.

Glätte
Die Oberfläche von Papier ist von Natur aus etwas narbig. Durch Glättung in der Papiermaschine und in Kalandern (Satinage) kann die Oberfläche mechanisch verbessert werden. Für die Messung der Glätte gibt es folgende Verfahren:

- Luftstromverfahren nach Bekk (DIN 53107)
- Rauigkeitsprüfung nach Bendtsen (DIN 53108)
- PPS-Verfahren (Parker Print-Surf)
- Ermittlung der „Rautiefe“
- Kontaktanteilverfahren (FOGRA)
- Abtastverfahren (KL-Gerät nach Kunz-Lippke)

Glättwerk
Vor der Aufrollung wird das Papier unter hohem Druck zwischen Stahlwalzen im Glättwerk am Ende der Papiermaschine geglättet. Es gibt auch Soft-Glättwerke mit einer Kombination aus Stahl- und Kunststoffwalzen.

Großformat Papiere im Halbformat oder Großformat, die größer als A3 (29,7 x 42,0) sind, z. B.:
- 59,4 x 84,1
- 61 x 86
- 84 x 118,9

H

Haptik
Lehre vom Tastsinn. In der Papierbranche bezeichnet sie die Griffigkeit der Papiere.

Hilfsstoffe
Eine große Zahl von organischen und mineralischen Zusatzstoffen (z. B. Leim, Tonerde, Paraffine, Kunstharze) und Füllstoffen (z. B. Kaolin, Kreide) sowie Farbstoffen. Sie sind notwendig, um jedem Papier die gewünschten Eigenschaften zu verleihen.

Hitzefixierung
Der in Kopiergeräten/Druckern aufgebrachte Toner wird unter Hitze auf die Papieroberfläche aufgeschmolzen bzw. fixiert.

Holzfreie
Papiere Bezeichnet Papiere, die aus gebleichtem und ungebleichtem Zellstoff hergestellt wurden und in denen höchstens 5% verholzte Fasern (Holzschliff) enthalten sein dürfen. Dieser Zellstoff ist ein auf chemischem Weg erzeugter Faserstoff aus Holz. Holzfreie Papiere enthalten kein Lignin.

Holzschliff
Durch starkes Pressen der Holzstämme auf einem rotierenden Schleifstein entsteht Holzschliff. Er enthält bei einer nahezu 100%igen Rohstoffausbeute auch alle vergilbenden Bestandteile (Lignin) und hat geringere Festigkeitswerte als Zellstoff. Deshalb wird er vor allem für eine kurzlebige Verwendung eingesetzt.

I

Inkjet-Drucker
Im Inkjet-Drucker werden feine Tropfen flüssiger Tinte aufs Papier gespritzt. Eine Vielzahl von Tropfen
formt das Druckbild. Inkjet-Drucker benötigen oberflächenveredeltes Papier, das eine schnelle Aufnahme der Tintenarten sicherstellt. Dies wird heute durch Verbesserung der Papierqualität oder Zusammensetzung der Tinten erreicht.
Es gibt 3 Hauptgruppen an Inkjet-Verfahren:
Bubblejet, Piezzo und kontinuierlichen Inkjet.

ISO-Zertifikat
Das Zertifikat des ISO-Qualitätsystems bescheinigt Unternehmen, dass sie das Qualitätssystemprogramm zur kontinuierlichen Verbesserung in Bezug auf Leistung und Kundendienst erfüllen. Unter dem Oberbegriff DIN-ISO 9000 sind folgende Nachweisstufen definiert:

DIN-ISO 9001 = Qualitätssicherungs-Nachweisstufe für Entwicklung, Konstruktion, Produktion, Montage und Kundendienst
DIN-ISO 9002 = Qualitätssicherungs-Nachweisstufe für Produktion und Montage
DIN-ISO 9003 = Qualitätssicherungs-Nachweisstufe für Endprüfungen
DIN-ISO 9004 = ein Leitfaden zur Schaffung eines Qualitätsmanagements und Darstellung der einzelnen Elemente eines Qualitätssicherungssystems.
DIN-ISO 9001-9004 gewährleisten, dass alle organisatorischen, kaufmännischen und technischen Tätigkeiten, die Auswirkungen auf die Produktion haben, geplant, gesteuert und überwacht werden.

J

Jato
Ist die Abkürzung für Jahrestonnen und beschreibt die Kapazität einer Papiermaschine oder einer Papierfabrik.

K

Kalander
Glättwerk aus Stahl- und Hart-Papier(Baumwoll)-Walzen. Durch sie wird die Papierbahn nachträglich geführt und mit Feuchtigkeit, Druck und Wärme satiniert (geglättet).

Kalandrien
Auch „satinieren“ genannt. Es ist die mechanische Glättung eines gestrichenen oder ungestrichenen Papiers bei der Papierherstellung. Dabei wird die Papierbahn zwischen mehreren Walzen und sehr hohem Druck und Temperatur durchgeführt.

Kaolin
Füllstoff für die Papierherstellung. Es ist ein natürliches, wasserhaltiges Aluminiumsilikat.

Karton
Liegt im Flächengewicht zwischen Papier und Pappe. Man unterscheidet einlagigen und mehrlagigen Karton, der gegautscht oder geklebt sein kann. Mehrlagiger gegautschter Karton besteht aus mehreren – nicht unbedingt gleichartigen – Faserschichten, die auf Rund- oder Langsiebmaschinen bzw. kombinierten Rund- und Langsiebmaschinen einzeln gebildet und nass zusammengeführt werden. Dabei verfilzen die Fasern der einzelnen Schichten miteinander (Gautschen), um dann als eine Endlosbahn weiterbearbeitet, d. h. gepresst und getrocknet zu werden.

Kleinformat
Papierformate in DIN A4 (210 x 297 mm) und DIN A3 (297 x 420 mm).

Klickpreis
Preis pro Kopie (ohne Papierkosten).

Kochung
Aus Holz oder Einjahrespflanzen wird in diesem chemischen Prozess Zellstoff gewonnen. Unter Temperatur und Druckeinwirkung werden Hackschnitzel mit Chemikalien aufgeschlossen.

Kopierpapier/Laserdruckpapier
Papier, das genau auf die Anforderungen der Kopiergeräte abgestimmt ist. Sowohl beim Kopieren als auch beim Laserdruck entstehen kurzzeitig Temperaturen von bis zu 200°C. Das erfordert im Besonderen in Papier mit erhöhter Hitzebeständigkeit und einer spezifischen Glätte, Feuchte und Leitfähigkeit. Diese Papiere haben eine geringere Feuchte als Offsetpapiere (relative Feuchte von 30–35%).

L

Laufeigenschaften
Bezeichnet den Durchlauf im Kopiergerät. Dabei werden Wölbung, Diagonalverspannung, Welligkeit, Sorterfachauslastung und Staus beurteilt.

Laufrichtung
Die Richtung, in die das Papier bei der Herstellung durch die Papiermaschine läuft. Dabei richten sich auf dem Langsieb die Papierfasern überwiegend parallel (längs) zur Laufrichtung aus. Von Bedeutung ist die Laufrichtung für den Verarbeiter (Drucker, Buchbinder), weil sich Papierfasern durch Luftfeuchtigkeit in Längs- und Querrichtung unterschiedlich dehnen.

Lebensdauerklassen
Gestrichene und ungestrichene Papiere und Kartons werden nach Lebensdauer klassifiziert. Sie ergeben sich aus der Norm DIN 6738, Januar 1999.

Leimpresse
Papier durchläuft ein Walzenpaar, an dem einlaufseitig Leim und andere Hilfsmittel zugeführt werden. Durch beidseitige Oberflächenleimung der Papierbahn in der Papiermaschine lassen sich eine geschlossene Oberfläche, Flachlage und bessere Beschreib- und Bedruckbarkeit von Papier erzielen. Bei gestrichenen Papieren wird vielfach ein Vorstrich in der Leimpresse aufgebracht.

Lichtechtheit bei Papieren
Beschreibt die Resistenz der optischen Eigenschaften gegenüber Lichteinwirkung. Farbige Papiere sollten auch unter UV-Einfluss ihre Farbe behalten und weiße Papiere nicht vergilben. 100%igen Schutz vor Ausbleichen unter Einwirkung von Tageslicht und Wärme gibt es für Papier nicht. Holzfreie Rohstoffe und entsprechende Farbpigmente können die Farbtonänderung verzögern.

Lignin
Eine Substanz in Pflanzen, also auch in Holz, die Fasern verbindet und versteift. Sie muss zur Faserstoffgewinnung von der Zellulose gelöst werden. Lignin ist auch verantwortlich für das Vergilben von Papier.

Luftfeuchtigkeit
Weil Papier sehr empfindlich auf Feuchtigkeitsschwankungen reagiert, ist ein möglichst konstantes Klima (Luftfeuchtigkeit und Temperatur) für die Papierlagerung wichtig. Bei der Verarbeitung von Papier hat sich eine relative Luftfeuchtigkeit von ca. 50–55% bei einer Temperatur von ca. 20–22°C als günstig herausgestellt.

M

Maschinenglatt
Bezeichnet Papiere, die online in der Papiermaschine geglättet wurden. Nachträglich kann Papier zusätzlich offline-satiniert werden, um sehr hohe Glätte zu erreichen.

Mattgestrichene Papiere
Durch matten Strichauftrag ohne anschließende Satinage oberflächenveredeltes Papier, das einfallendes Licht bricht und daher matt wirkt.

Multifunktionale Papiere
Bezeichnet Papiere, die für verschiedene Drucksysteme eingesetzt werden können, z. B. Inkjet, Kopierer/ Laser, Offsetdruck. Unkompliziert im Einsatz, ermöglichen sie gute Ergebnisse in allen Anwendungen.

N

Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft sagt aus, dass nicht mehr Holz eingeschlagen wird als nachwächst

NAPM (National Association of Paper Merchants)
Papiere, die mit dem NAPM-Umweltzeichen zertifiziert sind, belegen, dass sie mindestens zu 75% aus echten Altpapier- und Altkartonfasern bestehen. Auf keinen Fall ist Fabrikausschuss enthalten.

Nasspartie
Ist der Teil der Papiermaschine, in dem das Papier noch nass ist (Stoffauflauf, Sieb, Entwässerungszone, Sauger und Pressen). Anschließend wird das Papier den Trocknungszylindern übergeben.

Naturpapier
Oberbegriff für alle aus Pflanzenfasern, also ohne synthetische Fasern gefertigten Papiere, die weder durch Strich, noch durch Beschichtung verändert/veredelt sind. Sie werden auch als ungestrichene Papiere bezeichnet.

Non Impact-Drucker
Drucker, die berührungslos arbeiten (z. B. Laserdrucker, Xerographie, Inkjetdrucker).

O

Oberflächenfestigkeit
Beschreibt den Widerstand eines Papiers gegen eine senkrecht auf die Oberfläche einwirkende Kraft. Diese kann beispielsweise der Zug der Druckfarbe auf das Papier während der Farbübertragung beim Druckvorgang sein.

Oberflächenleimung
Um Papiere besonders gut beschreibbar, offsetbedruckbar, radierfest, klanghart und fettdicht zu machen, wird auf die fertige (stoffgeleimte) Papierbahn in der Leimpresse der Papiermaschine noch zusätzlich Leim auf die Oberfläche aufgetragen.

Offsetdruck
Ein Druckverfahren, das ein Zwischenmedium verwendet, um das Bild von der Druckplatte auf das Papier zu übertragen. Hierzu werden beispielsweise Gummitücher verwendet, die einen Zylinder umgeben. Das heute verbreitetste Verfahren ist der Flachdruck (Offsetdruck), weil es ausgezeichnete Qualität mit hoher Flexibilität und einfacher Druckvorlagenherstellung verbindet.

Offsetpapier
In guter Abstimmung zwischen Druckern und Papierherstellern sind in den letzten Jahrzehnten eine Vielzahl von Offsetpapieren und -kartons in ungestrichen und gestrichen, holzhaltig und holzfrei, matt und länzend, maschinenglatt, satiniert und geprägt entstanden. Alle zeichnen sich durch eine besonders gute Oberflächenfestigkeit (Leimung) und Dimensionsstabilität sowie chemische Neutralität aus.

Opazität
Bezeichnung für die Undurchsichtigkeit des Papiers. Wenn beide Seiten eines Papiers bedruckt werden sollen, ist diese Eigenschaft besonders wichtig.

Optische
Aufheller Fluoreszierende Stoffe, die der Papier- oder Streichmasse zugegeben werden. Durch Umwandlung von UV-Licht in sichtbares, blaues Licht lassen sie dem Betrachter das Papier unter Tageslicht weißer erscheinen.

P

Papier
Von Papyrus abgeleiteter Name für den flächigen Werkstoff. Laut DIN 6730: „Ein flächiger, im Wesentlichen aus Fasern meist pflanzlicher Herkunft bestehender Werkstoff, der durch Entwässerung einer Faserstoffaufschwemmung auf einem Sieb gebildet wird, dabei entsteht Faserfilz, der umschließend verdichtet und getrocknet wird.“

Papiermaschine
Sie besteht aus hintereinander geschalteten, sehr unterschiedlichen Aggregaten (Stoffauflauf, Sieb-, Pressen-, Vortrockenpartie, Leimpresse oder Speed Coater, Nachtrockenpartie, Glättwerk und Aufrollung), die insgesamt 100 m und länger sein können. Die Papiermaschine erzeugt aus einer Faserstoffaufschwemmung, die zu ca. 98–99% aus Wasser und ca. 1–2% aus Faserstoff besteht (Langsieb-Papiermaschine), Papier in endlosen Bahnen bis zu 10 m Breite und in Geschwindigkeiten bis zu 2.000 m/min.

Papierrohstoffe
In erster Linie Holz (aus Durchforstung und schnellwüchsiger Nachzucht), immer umfangreicher auch Altpapier (Recycling). Daneben Stroh und Textilabfälle.

Papiervolumen
In Bezug auf Papier bedeutet Volumen das Verhältnis seiner Dicke zu seinem Gewicht in g/m2. Bei herkömmlich gearbeitetem Papier mit normaler Glätte spricht man hinsichtlich seines Rauminhaltes von 1/1 oder einfachem Volumen. Ein Papier ist umso griffiger, je voluminöser es ist – bei gleichem Quadratmetergewicht.

Pappe
Ist in der Regel stärker als Karton. Sie verfügt über eine größere Festigkeit. Man unterscheidet Maschinenpappen und Wickelpappen, Verpackungskarton, Technische- und Spezialpappen. Stärkeangaben in mm oder in Stückzahl (40er = 40 Stück im Format 75 x 100 cm auf 50 kg).

Post-consumer-waste
Amerikanische Bezeichnung für Altpapier (siehe Altpapier).

Pre-consumer-waste
Amerikanische Bezeichnung für unbedruckte Sekundärstoffe im Sinne der Definition nach DIN 6730/A1. Dies können sein: Stanzabschnitte aus der Briefhüllenfertigung oder Randbeschnitte bei der Rollenverarbeitung.

Preprint-Papiere
Preprint-Papiere werden speziell für die Vorbedruckung (meist Offset) und dann Weiterverwendung in anderen Druckverfahren (Inkjet, Laser/Kopierer) hergestellt. Die viel geringere Feuchtigkeit als bei „üblichen“ Offset-Papieren stellt sicher, dass das Papier auch im 2. Druckdurchgang seine ursprüngliche Planlage erhält. Sie hat aber auch zur Folge, dass das Papier sehr sensibel auf die „feuchte“ Umwelt reagiert. Um Störungen zu vermeiden, sollten Preprint-Papiere erst unmittelbar vor ihrem Einsatz im Kopierer oder Laserdrucker aus der geschlossenen Verpackung genommen werden.

Pulp
Mischung aus Zellulosefaser und Wasser. Auch als Papierbrei bezeichnet.

Pulper
Maschine, die Zellstoff, Holzstoff oder Altpapier auflöst, um den Stoff pumpfähig zu machen, so dass er der Verarbeitung zugeführt werden kann.

Q

Querschneiden
Ein Verfahren zum Ausrüsten von Papier. Die auf Rollen produzierten Papier- und Kartonbahnen werden hierbei in einem Querschneider erst in Längsrichtung und dann quer zur Produktionsrichtung auf die gewünschten Formate aufgeschnitten. Dabei können, je nach Grammatur, mehrere Rollen gleichzeitig geschnitten werden.

R

Recycling
Die Wiederverwendung bereits gebrauchter Materialien und damit wichtiger Bestandteil des Umweltschutzes und der Rohstoffökonomie.

Recyclingpapier
Papier, das zu 100% aus bedruckten Altpapieren und/oder unbedruckten Papierresten hergestellt wird.

Refiner
Meist kegelförmige Mahlmaschine, in der die Rohstofffasern für die Papierherstellung gemahlen werden. Dabei wird der Faserbrei zwischen stehenden und rotierenden Messern durchgedrückt. Je nach Messeranordnung kann eine „kürzende“ oder „fibrillierende“ Mahlung erreicht werden.

Reißfestigkeit
Ein Qualitätskriterium für Papier. Es wird geprüft, welche Belastung das Papier aushalten kann, bevor es zerreißt.

Relative Feuchte
Die Verhältniszahl (in %) zwischen der Wasserdampfmenge, die momentan in der Luft vorhanden ist, und der Wasserdampfmenge, die bei der momentanen Temperatur von der Luft maximal (Sättigung) aufgenommen werden könnte (z. B. 45% rel. Feuchte).

Ries
Aus dem arabischen Wort „rizma“ abgeleitete Mengeneinheit für Formatpapiere. Es bezeichnet die variable Menge von Papierbogen, die in Ries-Einschlagpapier verpackt werden.

Rohpapier
Naturpapier, das in der Papierfabrik hergestellt und danach außerhalb der Papiermaschine veredelt wird.

S

Satinage
Bezeichnet das Glätten der Oberfläche eines Papiers in einem Kalander, um eine bestimmte Oberflächencharakteristik zu erreichen (siehe Kalandrieren).

Schmalbahn
Bezeichnet die Hauptlaufrichtung der Papierfasern eines Bogens. Laufen die Fasern parallel zur längeren Kante des Bogens, wird dies als Schmalbahn bezeichnet. Laufen die Fasern parallel zur kürzeren Kante des Bogens, wird dies als Breitbahn bezeichnet. Die Laufrichtungist wichtig für die Bedruckung und Weiterverarbeitung des Papiers.

Schnitt/Schnittkante
Das von Rolle zu Format geschnittene Papier wird auf Schneideaggregaten vorerst in Längsrichtung mit sogenannten Tellermessern geschnitten. Darauf folgt der Querschnitt, entweder mit Rotationsquerschneidern oder Hackquerschneidern. Wichtig beim Schnitt: staubfrei ohne Ausfransungen, Formatgenauigkeit, Rechtwinkeligkeit.

Schönseite
Die geschlossenere Filzseite wird als Schönseite bezeichnet. Aufgrund der ständig verbesserten Fertigungsmethoden haben die meisten Papiere jedoch kaum noch eine feststellbare Zweiseitigkeit.

Sekundärfasern
Fasern, die bereits die Papier- oder Pappeherstellung durchlaufen haben (DIN 6730/A1).

Sieb
Ist ein Gewebe aus Kunststofffasern, welches endlos gefertigt wird. Es dient zur Entwässerung der Fasersuspension. Hier erfolgt die Blattbildung nach dem Stoffauflauf.

Siebseite
Die bei der Blattbildung dem Sieb zugewandte Seite (Gegensatz: Filzseite). Sie ist häufig am leichten Abdruck des Metallgewebes auf der Papieroberfläche zu erkennen und enthält weniger Füllstoffe, weil diese vom Sieb abgesogen werden.

Sorter
Vorrichtung zum Onlinesortieren der Kopien.

Stoff
Allgemein üblicher Ausdruck für den Faser(roh)stoff zur Herstellung von Papier.

Stoffaufbereitung
Die Bearbeitung von Fasern sowie das Mischen von Faserstoffen und Zusätzen im gewünschten Verhältnis entsprechend der Papierqualität, die auf der Papiermaschine produziert wird.

Stoffauflauf
Der Stoffauflauf hat in der Papiermaschine die Aufgabe, den Stoffstrahl dem Sieb in einer vorgegebenen Menge und Geschwindigkeit zuzuführen.

Streichmaschine
Die Streichmaschine stellt gestrichene Papiere maschinell her. Sie überträgt eine festgelegte Streichfarbe auf die Oberfläche des Trägerpapiers oder Rohpapiers.

T

Tambour
Eine Metallwalze, auf der die Papierbahn am Ende der Papiermaschine aufgewickelt wird. Daraus werden einzelne Rollen in der vorgegebenen Breite auf Kartonhülsen gewickelt.

TCF
„totally-chlorine-free“ bedeutet „absolut chlorfrei“, d.h. der AOX-Wert = 0,0 bezogen auf 1.000 kg Faserstoff. Das Bleichen der Papiere erfolgt in der Regel mit Sauerstoff und Wasserstoffperoxid. DIN 6730.

Tintenstrahlpapiere
Während des Inkjet-Druckverfahrens werden kleinste Tropfen Tinte auf das Papier gespritzt. Tintenstrahlpapiere sind mit einer speziellen Oberflächenbeschaffenheit ausgestattet, um die Feuchtigkeit schnell aufzunehmen, ohne das Papier „weich“ zu machen. Sie verfügen über eine schnelle Trocknung und garantieren eine originalgetreue brillante Farbwiedergabe – punktgenau und mit gleichmäßiger Strichstärke.

TMP (Thermomechanical Pulp)
Thermomechanischer Holzstoff, der durch Mahlung von vorgewärmten Holzschnitzeln bei Temperaturen um 130°C hergestellt wird. Dies macht eine schonendere Zerlegung des Holzes in seine Einzelfasern möglich

TRIOTEC®
NEUSIEDLER hat diese weltweit einzigartige Sandwich-Technologie entwickelt. Sie ermöglicht die Herstellung von 3-lagigen Bürokommunikationspapieren. TRIOTEC®-Papiere können eine andere Mittelschicht als die äußeren Lagen haben, so dass jene Rohstofffasern genau dort eingesetzt werden, wo es ökologisch, technisch und ökonomisch am günstigsten ist. Zurzeit gibt es TRIOTEC®-Sorten mit Recyclingfaser (DIP) als Mittelschicht und TCF-Zellstoff als äußere Lagen (TCF/DIP/TCF), Varianten mit CTMP in der Mitte und ECF-Zellstoff außen (ECF/CTMP/ECF) sowie 3 Lagen TCF- oder ECF-Zellstoff (TCF/TCF/TCF und ECF/ECF/ECF – mit unterschiedlicher Faserstoffzusammensetzung).

Trockenpartie
Dieser Teil der Papiermaschine schließt sich an die Nass(pressen)partie an. Die endlose Papierbahn wird mit Hilfe von Filzen um mehrere erhitzte Walzen geführt. So wird der Bahn Wasser entzogen und sie verfestigt sich.

U

Umweltzeichen
Sind neutral organisierte Zeichen mit dem Ziel, die Information der Verbraucher und Anwender zu verbessern und zugleich Anreize und Orientierung für eine Optimierung der Umwelteigenschaften der Produkte zu schaffen.

V

Veredelung
Bedeutet die Zugabe von Zusatzstoffen oder die Oberflächenbehandlung von Papieren, um sie an spezielle Einsatzzwecke anzupassen (z. B. nassfeste Papiere, silikonisierte Papiere, beschichtete Papiere, gestrichene Papiere).

Volumen
Wesentliches Unterscheidungsmerkmal von Papier (z.B. Werkdruckpapier), bei dem das Papiergewicht im Verhältnis zu seiner Bogenhöhe bewertet wird.
Beispiele:

Papiertyp        1000 Bogenhöhe        Volumen
80 g/m2          8 cm                           1-fach
80 g/m2          12 cm                         1,5 -fach
80 g/m2          16 cm                         2 -fach

Das Volumen wird durch besondere Mahltechnik des Papierrohstoffes und auftragende Entwässerung in der Papiermaschine erreicht.

W

Wasser Wichtiger Stoff auch in der Zellstoff- und Papiererzeugung. Dabei ist durch moderne Technik (geschlossener Wasserkreislauf) der Wasserverbrauch in den Papierfabriken stark reduziert. Das „Abwasser“ wird durch biologische Reinigungsanlagen – strengen Vorschriften entsprechend – umweltschonend aufbereitet.

Wasserzeichen In durchscheinendem Licht sichtbare Zeichnung/Muster im Papier. Damit wird auf milde Weise die Herkunft und Güte des Papiers dokumentiert.
Folgende Wasserzeichen gibt es:

Echtes Wasserzeichen: entsteht durch Faserstoffverdrängung und/oder -anreicherung mit Egoutteur (Wasserzeichenwalze) schon in der Siebpartie (Papiermaschine)
Halbechtes Wasserzeichen (Molette-Wasserzeichen): entsteht durch Prägung der fertigen, noch feuchten Papierbahn mit Molettewalze
Imitiertes Wasserzeichen: entsteht durch nachträgliche Prägung oder farblosen Aufdruck

Weißegrad Unter genormten Lichtverhältnissen wird das reflektierte Licht einer Papierprobe gemessen. Der Weißegrad kennzeichnet die Intensität des Weißeindruckes. Durch Einsatz optischer Aufheller kann er deutlich erhöht werden. Nicht zu verwechseln mit Farbort, der die unterschiedlichen Farbnuancen berücksichtigt.



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